VR Real Estate Tours, Abbildung 1KI-GENERIERT

FALLSTUDIE XR

VR-Immobilientouren

Voll möblierte Immobilien als begehbarer VR-Rundgang: ein Raumeindruck, den ein Grundriss nicht liefert - ohne physische Besichtigung.

Jahr
2022
Bereich
XR
Tech-Stack
Unity3D, Unreal Engine, Blender
Ort
USA
Veröffentlicht
25. Okt. 2024

Der Impuls

Eine Wohnung wird verkauft, bevor sie jemand betreten hat. Was dem Käufer dafür vorliegt, ist ein 2D-Grundriss und eine Handvoll Fotos - beides beantwortet die eine Frage nicht, die zählt: Wie fühlt sich der Raum an, wenn ich darin stehe?

Ein Grundriss zeigt Quadratmeter, keine Höhe, keine Blickachsen, keinen Lichteinfall. Fotos zeigen die Ecken, die der Fotograf gewählt hat. Der Rest bleibt Vorstellungskraft - und die trägt bei einer Kaufentscheidung dieser Grössenordnung nicht weit.

VR Real Estate Tours, Abbildung 2KI-GENERIERT

Die Herausforderung

Der Kunde wollte Interessenten Immobilien erkunden lassen, ohne physischen Besuch, und zwar so, dass der Eindruck belastbar ist statt dekorativ.

Daraus folgten drei harte Anforderungen. Die Wohnungen mussten vollständig möbliert sein, denn eine leere Hülle beantwortet die Möbelfrage nicht. Der Massstab musste auf Gehhöhe stimmen, weil jede Abweichung sofort als falsch empfunden wird. Und die Bedienung musste jemand schaffen, der zum ersten Mal einen VR-Controller in der Hand hält.

VR Real Estate Tours, Abbildung 3KI-GENERIERT

Lösungsansatz

Wir haben die Objekte Raum für Raum in 3D aufgebaut - von der Küche bis zum Bad - und als begehbaren Rundgang zusammengesetzt. Modelliert wurde in Blender, die Laufzeit lief über Unity3D und Unreal Engine.

Die Einrichtung war dabei kein Dekor, sondern Massstabsreferenz: Ein Sofa, ein Bett, eine Arbeitsplatte sind Objekte, deren Grösse jeder Mensch kennt, und genau daran misst das Auge den Raum. Der Rundgang endet nicht an der Wohnungstür - Aussenansichten binden das Objekt in seine Umgebung ein, weil zur Lage mehr gehört als die Adresse.

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Die Ergebnisse

Der Rundgang ersetzt nicht jede Besichtigung. Er verschiebt, welche Besichtigungen überhaupt noch stattfinden müssen.

  • Vorauswahl statt Anfahrt. Mehrere Objekte lassen sich von einem Ort aus erkunden; die Fahrt fällt für die an, die nach der Vorauswahl übrig bleiben.
  • Die Möbelfrage wird beantwortbar. Sichtbar wird, wie Möbel in den Raum passen, nicht nur, wie viele Quadratmeter er hat.
  • Grösse und Grundriss werden erfahrbar statt gelesen - Raumhöhe, Durchgänge, Blickachsen.
VR Real Estate Tours, Abbildung 5KI-GENERIERT

Weitere Anwendungsfälle

Dieselbe Bauweise trägt über den Wohnungsverkauf hinaus: Gewerbeflächen, Mietobjekte und Luxusimmobilien stellen dieselbe Frage nach Raumgefühl, nur mit anderem Publikum.

Bei grossen Bauvorhaben kommt ein zweiter Nutzen dazu: Investoren und Beteiligte können mehrere Einheiten in einer einzigen Sitzung durchgehen - zu einem Zeitpunkt, zu dem es noch nichts zu betreten gibt.

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