Eine der Aufgaben, die uns über dieses Thema erreichen, sieht immer ähnlich aus. Ein Betreiber betreibt mehrere Standorte derselben Art, in unserem Fall Trainingsflächen mit Geräten. Jeder Standort hat einen anderen Grundriss: andere Länge, andere Tiefe, andere Stützen, andere Lage der Türen. Die Geräte dagegen sind immer dieselben, und die Regeln, nach denen sie stehen dürfen, auch.
Von Hand entsteht daraus eine Zeichnung pro Standort, jedes Mal von vorn. Der Planer setzt Geräte, misst Abstände nach, prüft, ob ein Weg frei bleibt, zählt am Ende, wie viele Geräte hineingepasst haben, und liefert eine Variante. Wenn der Betreiber eine zweite Anordnung sehen will, beginnt die Arbeit erneut. Die eigentliche Frage des Betreibers, nämlich welche Anordnung die meisten Geräte bei gleicher Wegequalität trägt, wird dabei nie beantwortet, weil man dafür Varianten vergleichen müsste, die niemand gezeichnet hat.
Parametrisch gestellt ist es eine andere Aufgabe. Der Umriss, die Stützen und die Türen sind Eingaben. Die Gerätetypen mit ihren Stellflächen, ihren Bedienradien und ihren Mindestabständen sind eine Liste. Die Regeln sind Bedingungen: Ein Hauptweg muss durchgehend frei bleiben, jeder Punkt der Fläche muss innerhalb einer festgelegten Länge einen Ausgang erreichen, Geräte einer Gruppe stehen zusammen, vor Spiegelflächen bleibt Abstand. Was herauskommt, ist keine Zeichnung, sondern eine Funktion, die aus einem Grundriss Anordnungen erzeugt.
Der Nutzen liegt nicht in der ersten Anordnung, sondern in der zwanzigsten. Wenn das Modell in wenigen Minuten zwanzig zulässige Varianten rechnet und für jede die Kennzahlen ausgibt, die den Betreiber interessieren (Geräteanzahl, Fläche je Gerät, längster Weg zum Ausgang, Anteil der Fläche ohne Nutzung), dann verschiebt sich die Arbeit von der Produktion der Varianten auf ihre Beurteilung. Genau an diesem Punkt lohnt sich ein Plugin statt einer Definition: Die Prüfregeln sind das Firmenwissen des Betreibers, sie gelten an jedem Standort gleich, und sie sollen nicht in fünf verschiedenen Kopien einer Datei leben.
Wir beschreiben hier die Aufgabenklasse und nicht einen einzelnen Auftrag. Wer eine Trainingsfläche plant, ein Lager einrichtet, eine Werkstatt belegt oder eine Verkaufsfläche mit Möbelmodulen bestückt, hat dasselbe Problem in anderer Kleidung: begrenzte Fläche, feste Objekte, harte Wege, weiche Ziele. Der Weg zur Antwort ist derselbe. Der Einstiegspunkt, wenn der Grundriss zunächst nur als Zeichnung oder als Scan vorliegt, ist Floorplan AI: Ohne strukturierte Fläche gibt es nichts zu optimieren.