KI-BERATUNG · RHEINLAND-PFALZ
Sollen wir KI machen, und mit wem?
Die Antwort hängt an Ihrem Betrieb, nicht an einem Trend. Drei Werkzeuge helfen, sie für Ihr Haus durchzudenken: eine Standortbestimmung anhand amtlicher Zahlen, ein Entscheidungspfad zu sechs Themen und ein Daten-Check. Dazu die Zahlen des Landes, Anwendungsfelder in seinen Branchen und die Fragen, die Sie einem Umsetzungspartner stellen sollten.

Kurz beantwortet
Sollen wir KI machen, und mit wem?
Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Drei Werkzeuge helfen einem Betrieb in Rheinland-Pfalz, sie für sich durchzudenken: eine Standortbestimmung anhand amtlicher Zahlen, einen Entscheidungspfad zu sechs Themen und einen Daten-Check. Am Ende steht eine Liste von Gesprächspunkten, keine fertige Empfehlung und keine Einstufung Ihres Betriebs.
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Die meisten Seiten zu KI-Beratung beginnen mit einer Behauptung. Diese hier beginnt mit den Zahlen des Landes und den Fragen, die vor jeder Entscheidung stehen.
Wer die drei Werkzeuge einmal durchgeht, hat danach kein fertiges Konzept, aber eine klare Grundlage für das nächste Gespräch, im eigenen Haus oder mit einem Partner.
Warum zählen die Zahlen des Landes für eine KI-Entscheidung?
Rheinland-Pfalz ist wirtschaftlich anders gebaut als der Bundesdurchschnitt. Der Mittelstand erwirtschaftet im Produzierenden Gewerbe einen Umsatzanteil von 31 Prozent, bundesweit sind es 21 Prozent, und die Industrie exportiert mit 56 Prozent stärker als im Bundesschnitt von 53 Prozent. Allgemeine Ratschläge für große IT-Abteilungen passen auf diese Struktur schlechter als auf den Bundesdurchschnitt.
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158.263 Unternehmen zählten 2023 zum Mittelstand des Landes, 99,4 Prozent aller Betriebe. Bei ihnen arbeiteten 708.380 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 54,3 Prozent aller Beschäftigten im Land.
Zugleich sank der Anteil der Industrie an der Wertschöpfung 2025 auf rund 20 Prozent, den niedrigsten Stand in der Geschichte des Landes. Der Druck, Abläufe zu verändern, ist damit keine Behauptung, sondern eine Zahl.
Woran hakt es bei KI-Vorhaben in Rheinland-Pfalz wirklich?
Eine Studie für das Land aus dem Februar 2022 nennt fünf Hemmnisse: fehlendes Orientierungswissen, unzureichendes Umsetzungswissen, knappe Entwicklungskapazität, fehlende Vernetzung und fehlende KI-fähige Daten. Die amtliche Statistik von 2025 nennt fehlendes Wissen, Datenschutzbedenken und hohe Kosten als häufigste Gründe gegen KI. Die Themen sind über drei Jahre nahezu gleich geblieben.
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72 Prozent der befragten Unternehmen ohne KI-Einsatz nennen 2025 fehlendes Wissen als Grund, 60 Prozent Bedenken beim Datenschutz, 32 Prozent zu hohe Kosten.
Keines der fünf Hemmnisse aus der Studie für das Land betrifft die Qualität eines Sprachmodells. Sie betreffen Wissen, Kapazität, Vernetzung und die Daten selbst.
Wie beginnt ein KI-Vorhaben, das nicht an den üblichen Stellen scheitert?
Es beginnt mit einer Potenzialanalyse und einer Zahl, die sich sichtbar bewegen soll, nicht mit einem Modell. Daten und Ablauf werden hergerichtet, die Betriebsform wird geklärt, und Beschäftigte werden von Anfang an einbezogen statt erst nach der Einführung. Ohne benannte Zahl lässt sich am Ende nicht sagen, ob sich das Vorhaben gelohnt hat.
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Die empfohlene Reihenfolge stammt aus der Studie für das Land: erst die Potenzialanalyse, danach Daten, Betriebsform, Übergabe und erst dann die Umsetzung.
Wird die Befähigung der Beschäftigten hinter die Umsetzung gestellt statt in sie hinein, lernen die Menschen, die mit dem System arbeiten sollen, es erst nach der Einführung kennen.
Was sollte vor der Beauftragung eines Umsetzungspartners geklärt sein?
Acht Punkte sollten schriftlich beantwortet sein, bevor ein Vorhaben beginnt: wem Code und Anpassungen gehören, wo das System läuft, ob sich Bausteine austauschen lassen, was die Übergabe konkret umfasst, ob eine dritte Person die Dokumentation nutzen könnte, wer den Betrieb übernimmt, was am Ende der Zusammenarbeit geschieht und woran gemeinsam gemessen wird.
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Wer den Code nicht besitzt, kann ein System nicht von jemand anderem weiterentwickeln lassen, selbst wenn er wollte.
Eine Übergabe ist eine Liste aus Zugängen, Repositorien, Konfiguration und Anleitungen, keine Absichtserklärung.
01
Die Standortbestimmung
Vor jedem Anwendungsfall lohnt ein Blick auf Betriebe derselben Größe. Die amtliche Statistik zeigt für 2025, dass 23 Prozent der Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten KI nutzen, 36 Prozent mit 50 bis 249 und 57 Prozent ab 250 Beschäftigten, im Schnitt aller erfassten Größenklassen 26 Prozent. Drei von vier Unternehmen nutzten damit 2025 noch keine KI.
Wer über KI nachdenkt, vergleicht sich am besten zuerst mit Betrieben ähnlicher Größe, nicht mit Konzernen oder Einzelfällen aus dem Internet. Die amtliche Statistik unterscheidet dafür nach Beschäftigtenzahl.
Zwischen 2023 und 2025 hat sich der Anteil der Unternehmen mit KI-Nutzung mehr als verdoppelt. Zugleich setzten 2025 rund drei von vier erfassten Unternehmen keine KI ein, die Aufholjagd hat also gerade erst begonnen.
| Größenklasse | Anteil mit KI-Nutzung |
|---|---|
| 10 bis 49 Beschäftigte | 23 % |
| 50 bis 249 Beschäftigte | 36 % |
| 250 und mehr Beschäftigte | 57 % |
| Alle Größenklassen ab 10 Beschäftigten | 26 % |
02
Warum die Zahlen des Landes hier zählen
Der Mittelstand ist in Rheinland-Pfalz stärker in der Industrie verankert als im übrigen Land: Er trug 2023 mit 31 Prozent zum Umsatz des Produzierenden Gewerbes bei, bundesweit waren es 21 Prozent. 2025 exportierte die Industrie des Landes mit 56 Prozent stärker als der Bundesschnitt von 53 Prozent.

Der Mittelstand stellte 2023 mit 158.263 Unternehmen 99,4 Prozent aller Betriebe im Land. Bei ihnen arbeiteten 708.380 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 54,3 Prozent aller Beschäftigten, und ihr Anteil am Gesamtumsatz aller Unternehmen lag bei 37,2 Prozent.
Rheinland-Pfalz im Vergleich zu Deutschland
| Kriterium | Rheinland-Pfalz | Deutschland |
|---|---|---|
| Umsatzanteil des Mittelstands im Produzierenden Gewerbe (2023) | 31 % | 21 % |
| Exportquote der Industrie (2025) | 56 % | 53 % |
Dazu kommt ein demografischer Befund: Zwischen 2013 und 2024 sank die Zahl der Auszubildenden in Betrieben mit weniger als 10 Beschäftigten um 34,5 Prozent, in Betrieben mit 250 und mehr Beschäftigten stieg sie um 9,1 Prozent. 2024 blieben rund 3.400 der neu angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt, bei rund 23.000 neu abgeschlossenen Verträgen.
Das ist ein nüchterner Grund, über Automatisierung nachzudenken: eine Personalstatistik, die seit mehr als einem Jahrzehnt in dieselbe Richtung zeigt.
03
Woran es hakt, 2022 und 2025
Eine Studie für das Land aus dem Februar 2022 beschreibt fünf Hemmnisse für KI in den Betrieben: fehlendes Orientierungswissen, unzureichendes Umsetzungswissen, knappe Entwicklungskapazität, fehlende Vernetzung und fehlende KI-fähige Daten. Die amtliche Statistik für 2025 nennt fehlendes Wissen mit 72 Prozent, Datenschutzbedenken mit 60 Prozent und zu hohe Kosten mit 32 Prozent als häufigste Gründe gegen KI.
Im Februar 2022 legte die Prognos AG im Auftrag des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums eine Studie zu KI in den kleinen und mittleren Unternehmen des Landes vor. Sie beruht auf Workshops mit KI-Akteuren und einer Befragung, nicht auf einer repräsentativen Erhebung.
| Studie für das Land, Februar 2022 | Destatis, Berichtsjahr 2025 |
|---|---|
| Fehlendes Orientierungswissen: keine Kenntnis über Anwendungsmöglichkeiten und Potenziale von KI. | 72 % nennen fehlendes Wissen als Grund gegen KI. |
| Unzureichendes Umsetzungswissen, etwa zu Eignung und Qualität der Daten und zur IT-Sicherheit. | 60 % nennen Bedenken beim Datenschutz und bei der Privatsphäre. |
| Mangelnde Entwicklungskapazität in kleinen und mittleren Unternehmen, finanziell wie personell. | 32 % nennen zu hohe Kosten. |
| Fehlende Vernetzung und Kooperation zwischen Forschung und Unternehmen. | 45 % nennen fehlende Vereinbarkeit mit vorhandenen Geräten und Systemen. |
| Fehlende Verfügbarkeit KI-fähiger Daten durch geringe Prozessdigitalisierung und Kleinserienfertigung. | 44 % nennen Schwierigkeiten mit Verfügbarkeit oder Qualität der Daten. |
Die Gegenüberstellung zeigt Themen, keine Messreihe: Die Studie von 2022 beruht auf Workshops und einer Befragung, die Werte von 2025 auf Unternehmen in Deutschland, die einen KI-Einsatz erwogen, aber nicht umgesetzt haben.
04
Wo KI in den Branchen des Landes ansetzen kann
Rheinland-Pfalz hat eine eigene Wirtschaftsstruktur: Chemie, Maschinenbau und Zulieferer, Weinbau und Lebensmittel, Tourismus, Handwerk und Logistik. Die folgenden Beispiele sind denkbare Anwendungsfelder für KI in diesen Branchen, keine Ergebnisse. Ob eines davon im eigenen Betrieb trägt, zeigt erst der Blick auf die eigenen Abläufe und die vorhandenen Daten.

Chemie
27 % des Industrieumsatzes (2025)
Umfangreiche Dokumentation aus Spezifikationen, Prüfberichten und Rezepturen sowie technische Anfragen von Kundschaft in mehreren Sprachen. Denkbar sind eine Suche über Prüfberichte hinweg, Entwürfe für technische Antworten und Zusammenfassungen langer Berichte. Wo Rezepturen oder Verfahrensdaten berührt sind, stellt sich die Frage nach dem Betriebsort besonders früh.
Maschinenbau und Zulieferer
Kleinserien und Varianten
Angebote mit technischer Klärung und Servicewissen, das oft bei wenigen erfahrenen Personen liegt. Denkbar sind Angebotsentwürfe aus früheren Angeboten und Stücklisten, durchsuchbares Servicewissen aus Berichten und Handbüchern sowie die Pflege technischer Dokumentation. Kleinserienfertigung erzeugt dabei weniger Daten, ein Hemmnis, das die Studie für das Land benennt.
Weinbau und Lebensmittel
Sechs von 13 deutschen Weinregionen liegen im Land
Saisonale Spitzen, Direktvermarktung und Dokumentation von Herkunft und Qualität prägen die Branche. Denkbar sind Antworten auf wiederkehrende Anfragen von Handel und Kundschaft, Produkttexte in mehreren Sprachen und die Auswertung von Aufzeichnungen aus Weinberg oder Keller. Saisonale Spitzen machen das Volumen schwer planbar, eine Frage, die auch im Entscheidungspfad auftaucht.
Tourismus
Kleine Teams, Gäste aus dem In- und Ausland
Anfragen erreichen kleine Teams zu jeder Tageszeit, oft in mehreren Sprachen. Denkbar sind Entwürfe für Antworten an Gäste, mehrsprachige Informationen zu Angebot und Anreise sowie die Auswertung von Rückmeldungen. Antworten an Gäste wirken nach außen, wer sie freigibt, gehört von Anfang an zur Planung.
Handwerk
Aufmaß, Angebot und Dokumentation über wenige Köpfe
Büroarbeit konkurriert mit der Arbeit beim Kunden, und Aufmaß, Angebot und Rechnung laufen oft über dieselben wenigen Personen. Denkbar sind Angebotsentwürfe aus Aufmaß und Leistungsverzeichnissen sowie Baustellendokumentation aus Notizen, Fotos und Sprachaufnahmen. Eine Lösung muss dort funktionieren, wo gearbeitet wird, oft unterwegs und mit wechselnder Verbindung.
Logistik
Viele Dokumente je Sendung
Wechselnde Formate von Kunden und Partnern erzeugen bei jeder Sendung neuen Aufwand. Denkbar sind das Auslesen von Lieferpapieren und Frachtdokumenten, die Zuordnung eingehender Nachrichten und Entwürfe für Antworten auf Statusanfragen. Uneinheitliche Formate sind der eigentliche Aufwand, er liegt in der Aufbereitung der Daten, nicht im Modell.
05
Der Entscheidungspfad
Sechs Fragen zu Ziel, Daten, Anbindung, IT, Volumen und Betrieb führen nacheinander zu einer Liste von Gesprächspunkten, keiner Empfehlung. Jede Antwort lässt sich zurücknehmen, und am Ende steht nicht eine Einstufung Ihres Betriebs, sondern das, worüber Sie im eigenen Haus oder mit einem Umsetzungspartner sprechen sollten.

Entscheidungspfad
Sechs Fragen vor der Betriebsform
Beantworten Sie die Fragen der Reihe nach. Jede Antwort lässt sich zurücknehmen, und das Ergebnis ist eine Liste von Punkten für das Gespräch, keine Empfehlung für eine bestimmte Betriebsform.
Alle Fragen und Ergebnisse als Liste
- Können Sie benennen, welche Zahl sich durch das Vorhaben verändern soll, etwa die Durchlaufzeit eines Angebots oder die Suchzeit nach Unterlagen?
- Ja, weiter mit: Stufen Sie die Inhalte, mit denen das System arbeiten soll, in Ihrem Haus als vertraulich ein, etwa Konstruktionsdaten oder Kundenunterlagen?
- Nein, weiter mit: Stufen Sie die Inhalte, mit denen das System arbeiten soll, in Ihrem Haus als vertraulich ein, etwa Konstruktionsdaten oder Kundenunterlagen?
- Noch offen, weiter mit: Stufen Sie die Inhalte, mit denen das System arbeiten soll, in Ihrem Haus als vertraulich ein, etwa Konstruktionsdaten oder Kundenunterlagen?
- Stufen Sie die Inhalte, mit denen das System arbeiten soll, in Ihrem Haus als vertraulich ein, etwa Konstruktionsdaten oder Kundenunterlagen?
- Ja, weiter mit: Ist die Netzanbindung Ihres Standorts für diesen Anwendungsfall eine Einschränkung? Zur Einordnung, Stand Dezember 2025: 96,26 Prozent der Haushalte im Land erreichen mindestens 50 Mbit/s, Glasfaser bis ins Gebäude liegt bei 47,10 Prozent.
- Nein, weiter mit: Ist die Netzanbindung Ihres Standorts für diesen Anwendungsfall eine Einschränkung? Zur Einordnung, Stand Dezember 2025: 96,26 Prozent der Haushalte im Land erreichen mindestens 50 Mbit/s, Glasfaser bis ins Gebäude liegt bei 47,10 Prozent.
- Noch offen, weiter mit: Ist die Netzanbindung Ihres Standorts für diesen Anwendungsfall eine Einschränkung? Zur Einordnung, Stand Dezember 2025: 96,26 Prozent der Haushalte im Land erreichen mindestens 50 Mbit/s, Glasfaser bis ins Gebäude liegt bei 47,10 Prozent.
- Ist die Netzanbindung Ihres Standorts für diesen Anwendungsfall eine Einschränkung? Zur Einordnung, Stand Dezember 2025: 96,26 Prozent der Haushalte im Land erreichen mindestens 50 Mbit/s, Glasfaser bis ins Gebäude liegt bei 47,10 Prozent.
- Ja, weiter mit: Gibt es bestehende IT, an die ein System angebunden werden kann, und Personen, die sich damit auskennen?
- Nein, weiter mit: Gibt es bestehende IT, an die ein System angebunden werden kann, und Personen, die sich damit auskennen?
- Noch offen, weiter mit: Gibt es bestehende IT, an die ein System angebunden werden kann, und Personen, die sich damit auskennen?
- Gibt es bestehende IT, an die ein System angebunden werden kann, und Personen, die sich damit auskennen?
- Ja, weiter mit: Ist das zu erwartende Volumen über das Jahr planbar, oder gibt es Spitzen, etwa zu Monatsabschlüssen oder in der Saison?
- Nein, weiter mit: Ist das zu erwartende Volumen über das Jahr planbar, oder gibt es Spitzen, etwa zu Monatsabschlüssen oder in der Saison?
- Noch offen, weiter mit: Ist das zu erwartende Volumen über das Jahr planbar, oder gibt es Spitzen, etwa zu Monatsabschlüssen oder in der Saison?
- Ist das zu erwartende Volumen über das Jahr planbar, oder gibt es Spitzen, etwa zu Monatsabschlüssen oder in der Saison?
- Planbar, weiter mit: Wer soll das System betreiben, wenn es läuft: aktualisieren, sichern, überwachen und im Störungsfall wiederherstellen?
- Schwankend, weiter mit: Wer soll das System betreiben, wenn es läuft: aktualisieren, sichern, überwachen und im Störungsfall wiederherstellen?
- Noch offen, weiter mit: Wer soll das System betreiben, wenn es läuft: aktualisieren, sichern, überwachen und im Störungsfall wiederherstellen?
- Wer soll das System betreiben, wenn es läuft: aktualisieren, sichern, überwachen und im Störungsfall wiederherstellen?
- Wir selbst, Ergebnis: Betrieb im eigenen Haus
- Ein Partner, Ergebnis: Betrieb bei einem Partner
- Noch offen, Ergebnis: Die Betriebsfrage ist noch offen
- Ergebnis: Betrieb im eigenen HausSprechen Sie darüber, welche Kenntnisse dafür intern aufgebaut werden, wie die Dokumentation aussieht und wer vertritt, wenn die zuständige Person ausfällt. Ihre Antworten zu Daten, Anbindung und IT zeigen, welcher Aufbau dafür realistisch ist.
- Ergebnis: Betrieb bei einem PartnerSprechen Sie darüber, was der Partner genau übernimmt und was im eigenen Haus bleibt, und wie ein Wechsel des Partners möglich bleibt: Zugänge, Code und Dokumentation gehören dazu. Die Fragen dazu finden Sie im Abschnitt zu den Umsetzungsfragen.
- Ergebnis: Die Betriebsfrage ist noch offenKlären Sie diese Frage vor der Technikfrage, sie bestimmt, welche Aufbauten überhaupt infrage kommen. Nutzen Sie Ihre Antworten zu Daten, Anbindung und IT als Ausgangspunkt für das Gespräch.
06
Der Daten-Check
Ein KI-System ist nur so brauchbar wie die Unterlagen, mit denen es arbeitet. Acht Aussagen zum geplanten Anwendungsfall zeigen, was heute schon vorliegt: von lesbaren Texten über geregelten Zugriff bis zu einer Zahl, die sich beobachten lässt. Was nicht zutrifft, wird zur Liste der Punkte, die vor der Umsetzung zu klären sind.

Checkliste
Acht Aussagen zum Anwendungsfall
Haken Sie ab, was zutrifft. Was offen bleibt, gehört auf die Liste für das nächste Gespräch.
07
Warum Vorhaben scheitern
Keines der fünf Hemmnisse aus der Studie für das Land betrifft die Qualität eines Sprachmodells. Sie betreffen Wissen, Kapazität, Vernetzung und die Daten selbst, und daraus ergeben sich die Bruchstellen eines Vorhabens: fehlende Daten, ein unbenannter Zweck, unbeteiligte Beschäftigte, ein zu großer Zuschnitt und eine unbemerkte Abhängigkeit vom Dienstleister.
| Ursache | Was das im Betrieb bedeutet |
|---|---|
| Fehlende KI-fähige Daten: geringe Prozessdigitalisierung, zu wenig Daten aus Kleinserien, Unterlagen verteilt über Ablagen und Postfächer. | Das Vorhaben beginnt mit Aufräumen, nicht mit einem Modell. |
| Kein messbarer Anwendungsfall: vor dem Start hat niemand festgelegt, welche Zahl sich verändern soll. | Ohne Zahl vor dem Start keine Aussage nach dem Start. |
| Beschäftigte nicht beteiligt: die Menschen, die mit dem System arbeiten sollen, lernen es erst nach der Einführung kennen. | Befähigung gehört in das Vorhaben hinein, nicht dahinter. |
| Zu großer Zuschnitt: knappe finanzielle und personelle Kapazitäten für Entwicklung, ein Hemmnis aus der Studie für das Land. | Ein Zuschnitt, den der Betrieb ohne eigene Entwicklungsabteilung tragen kann, ist der realistischere Start. |
| Unbemerkte Abhängigkeit: Code, Zugänge und Dokumentation liegen allein beim Dienstleister, nicht im Unternehmen. | Übergabe und Rechte gehören vor den Start geklärt, nicht danach. |
Die Prognos-Studie für das Land beschreibt diese Ursachen bereits 2022. Vier Jahre später sind sie unverändert die Stellen, an denen Vorhaben scheitern.
08
Was Sie einen Umsetzungspartner fragen sollten
Mit wem auch immer Sie zusammenarbeiten: Acht Fragen sollten vor Beginn eines Vorhabens beantwortet sein, von den Rechten am Code über den Betriebsort bis zur Frage, was am Ende der Zusammenarbeit mit System und Daten geschieht. Die Antworten sollten schriftlich vorliegen, nicht nur mündlich zugesagt werden.
Code und Rechte
01
Wem gehören Quellcode, Konfiguration und die Anpassungen für Ihren Betrieb? Wer den Code nicht hat, kann das System nicht weiterentwickeln lassen, auch nicht von jemand anderem.
Wo es läuft
02
Auf welcher Infrastruktur läuft das System, und wo werden Eingaben, Antworten und Protokolle verarbeitet und abgelegt? Die Antwort sollte für jeden Teil des Systems einzeln kommen.
Austauschbarkeit
03
Lässt sich das Sprachmodell oder ein anderer Baustein wechseln, ohne das System neu zu bauen? Ein fest verdrahteter Baustein wird zur Abhängigkeit.
Übergabe
04
Was genau erhalten Sie am Ende: Zugänge, Repositorien, Konfiguration, Anleitungen, Einweisung? Eine Übergabe ist eine Liste, keine Absicht.
Dokumentation
05
Könnte eine dritte Person das System anhand der Dokumentation betreiben und ändern? Das ist der einfachste Test dafür, ob Wissen im Unternehmen ankommt.
Betrieb
06
Wer aktualisiert, sichert und überwacht das System nach dem Start? Der Betrieb ist die längste Phase im Leben eines Systems.
Ende der Zusammenarbeit
07
Was geschieht mit System, Daten und Zugängen, wenn die Zusammenarbeit endet? Wer diese Frage zu Beginn stellt, muss sie am Ende nicht verhandeln.
Messung
08
Woran wird gemeinsam festgestellt, ob das System wirkt? Die Zahl aus dem Entscheidungspfad ist dafür der Ausgangspunkt.
09
Die Reihenfolge
Die Studie für das Land empfiehlt 2022 den Ausbau von Beratungsangeboten für kleine und mittlere Unternehmen, unter anderem für eine Potenzialanalyse mit Blick auf die Umsetzung von KI-Anwendungen im eigenen Unternehmen. Mit ihr beginnt die Reihenfolge, weil jede spätere Entscheidung, von der Betriebsform bis zur Übergabe, auf ihr aufbaut.
Potenzialanalyse
Welche Abläufe kommen infrage, welche Daten liegen vor, welche Zahl soll sich bewegen.
Daten und Ablauf herrichten
Der Daten-Check zeigt, was dazugehört. Dieser Schritt ist kein Vorspiel, er ist Teil des Vorhabens.
Betriebsform klären
Im eigenen Haus, bei einem Dienstleister oder geteilt. Der Entscheidungspfad sammelt die Punkte, die diese Entscheidung tragen.
Übergabe und Rechte festlegen
Code, Zugänge, Dokumentation und Betrieb, bevor die Umsetzung beginnt.
Umsetzen und Beschäftigte befähigen, gleichzeitig
Nicht nacheinander: Wer mit dem System arbeiten soll, ist an seiner Einführung beteiligt.
Messen, gegen die Zahl aus Schritt 1
Wurde in Schritt 1 keine Zahl benannt, lässt sich dieser Schritt nicht durchführen. Dann kann am Ende niemand sagen, ob es sich gelohnt hat.
10
Forschung und Lehre im Land
Zu künstlicher Intelligenz, Informatik und angewandter Mathematik wird in Rheinland-Pfalz an mehreren Orten geforscht und gelehrt, von Trier über Kaiserslautern bis Mainz und Koblenz. Die folgende Übersicht nennt zehn Einrichtungen und ihren Sitz, von Forschungszentren über Universitäten bis zu Hochschulen mit einem Campus in der Region.

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Kaiserslautern
Forschungszentrum für künstliche Intelligenz mit einem Standort in Kaiserslautern.
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU)
Kaiserslautern und Landau
Technische Universität, 2023 entstanden aus der TU Kaiserslautern und dem Campus Landau der früheren Universität Koblenz-Landau.
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM)
Kaiserslautern
Angewandte Mathematik, Simulation und Datenanalyse.
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE)
Kaiserslautern
Software Engineering und digitale Systeme.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Mainz
Größte Universität des Landes, mit Informatik und Mathematik.
Universität Trier
Trier
Universität mit Informatik und Wirtschaftsinformatik.
Universität Koblenz
Koblenz
Seit 2023 eigenständige Universität, mit Informatik.
Hochschule Koblenz
Koblenz und RheinAhrCampus Remagen
Am RheinAhrCampus Remagen unter anderem der Fachbereich Mathematik, Informatik und Technik.
Hochschule Trier
Trier und Umwelt-Campus Birkenfeld
Hochschule mit Informatikstudiengängen, der Umwelt-Campus liegt im oberen Nahetal.
Hochschule Kaiserslautern
Kaiserslautern
Hochschule mit Informatik und Ingenieurwissenschaften.
VERTRAUT VON TEAMS, DIE KI ERNST NEHMEN

















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Häufige Fragen
Womit fängt ein KI-Vorhaben sinnvoll an?
Mit der Frage, welcher Ablauf besser werden soll und woran man das im eigenen Betrieb merkt. Danach folgen Daten und Ablauf, die Klärung der Betriebsform sowie Übergabe und Rechte, in der Reihenfolge, die im Abschnitt zur Reihenfolge beschrieben ist. Wer diese Schritte überspringt, kann am Ende schwer sagen, ob sich das Vorhaben gelohnt hat.
Muss KI in der Cloud laufen?
Nein. Sprachmodelle und Suchsysteme lassen sich auch auf eigener Hardware oder bei einem Dienstleister betreiben. Welche Form passt, hängt an den Punkten aus dem Entscheidungspfad: der Einstufung der Daten, der Anbindung des Standorts, der vorhandenen IT, dem Volumen und der Frage, wer den Betrieb übernimmt. Keine dieser Fragen lässt sich pauschal für alle Betriebe im Land beantworten.
Braucht ein kleiner Betrieb eigene KI-Fachleute?
Wichtiger als eine eigene KI-Fachperson ist häufig jemand im Betrieb, der den Ablauf kennt und beurteilen kann, ob eine Antwort des Systems stimmt. Die Zuständigkeit für Einrichtung und Betrieb lässt sich auch außerhalb des Hauses benennen, solange klar geregelt ist, wer im eigenen Betrieb die fachliche Prüfung übernimmt.
Welche Rolle spielt die KI-Verordnung der EU für Betriebe in Rheinland-Pfalz?
Einen Überblick zu Pflichten und Fristen gibt die Seite zum EU AI Act. Für einen Betrieb in Rheinland-Pfalz gelten dieselben Regeln wie für Unternehmen im übrigen Land, unabhängig von der Branche oder der Unternehmensgröße.
Wo sitzt iiterate?
Die iiterate Technologies GmbH hat ihren Sitz in Adenau im Landkreis Ahrweiler, im Nordwesten von Rheinland-Pfalz zwischen Eifel und Rhein. Von dort aus arbeitet das Unternehmen an KI-Systemen für Betriebe in der gesamten Region, von der Potenzialanalyse über die Betriebsform bis zur Umsetzung.
Quellen
- 01 Unternehmen mit Nutzung von Technologien der künstlichen Intelligenz nach Beschäftigtengrößenklassen Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025 · destatis.de
- 02 Jedes fünfte Unternehmen nutzt künstliche Intelligenz Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024 · destatis.de
- 03 Gründe gegen die Nutzung von Technologien der künstlichen Intelligenz nach Beschäftigtengrößenklassen Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025 · destatis.de
- 04 Mittelstandsbericht Rheinland-Pfalz 2025 Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima und Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 2025 · mwtek.rlp.de
- 05 Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2025 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Datenblick, 2026 · datenblick.statistik.rlp.de
- 06 Künstliche Intelligenz: Herausforderungen und Chancen für die rheinland-pfälzischen KMU Prognos AG im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, 2022 · mwtek.rlp.de
- 07 Die deutschen Weinregionen Deutsches Weininstitut, 2025 · deutscheweine.de
- 08 Digitalministerin Ahnen: Glasfaserausbau nimmt weiter Fahrt auf Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz, 2026 · fm.rlp.de
- 09 Standort Kaiserslautern Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), 2026 · dfki.de
- 10 Die Universität Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU), 2026 · rptu.de
- 11 Über das Institut Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), 2026 · itwm.fraunhofer.de
- 12 Über das Institut Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE), 2026 · iese.fraunhofer.de
- 13 Fachbereich Informatik Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2026 · uni-mainz.de
- 14 Fachbereich IV, Informatik Universität Trier, 2026 · uni-trier.de
- 15 Institut für Informatik Universität Koblenz, 2026 · uni-koblenz.de
- 16 RheinAhrCampus Remagen Hochschule Koblenz, 2026 · hs-koblenz.de
- 17 Umwelt-Campus Birkenfeld Hochschule Trier, 2026 · hochschule-trier.de
- 18 Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik Hochschule Kaiserslautern, 2026 · hs-kl.de
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